26.09.2017Datenschutz und Informationsfreiheit – ein Widerspruch? | 09/2017

Veranstaltung der Landesbeauftragten am 28. September 2017

Anlässlich des Internationalen Tages des allgemeinen Informationszugangs veranstaltet die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht, Dagmar Hartge, am 28. September 2017 zwischen 9:00 und 17:45 Uhr das

Internationale Symposium

"Datenschutz und Informationsfreiheit – Widerspruch oder Ergänzung?"

im Steigenberger Hotel Sanssouci,

Allee nach Sanssouci 1, 14471 Potsdam.

Sie lädt Medienvertreter herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das Programm kann unserem Internetangebot (http://www.lda.brandenburg.de) entnommen werden.

Wenn die Öffentlichkeit einerseits ein Interesse an der Bekanntgabe von Informationen hat, dadurch aber andererseits personenbezogene Daten preisgegeben würden, stellt sich die Frage, wie dieser Konflikt zu lösen ist. Eine einfache, alle Seiten zufriedenstellende Antwort gibt es nicht. Allerdings zeigt der Blick in unsere europäischen Nachbarländer, welche Lösungen dort in unterschiedlichen Situationen gefunden wurden. Korruptionsbekämpfung, Veröffentlichungen im Internet oder Whistleblowing sind nur einige der Themen des Internationalen Symposiums. Acht Expertinnen und Experten werden an diesen Beispielen die Abwägung zwischen Datenschutz und Transparenz erläutern. Dagmar Hartge:

„Datenschutz und Informationsfreiheit sind zwei gleichwertige Grundrechte, die im Einzelfall miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Es gilt, die Informationsrechte der Bürger zu stärken, ohne ihre Datenschutzrechte aus dem Auge zu verlieren. Für diese durchaus anspruchsvolle Aufgabe erhalten brandenburgische Verwaltungen und die interessierte Öffentlichkeit auf dem Symposium einen Einblick in die internationale Praxis.“

Die Landesbeauftragte steht während der Konferenz für Gespräche mit Medienvertretern zur Verfügung. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung gebeten.

Die UNESCO hat den 28. September als „Internationalen Tag des allgemeinen Informationszugangs“ (“International Day for Universal Access to Information”) bestimmt. Bereits vor diesem Beschluss wurde der Tag als "Right to Know Day" begangen. Die UNESCO erinnerte daran, dass das Recht auf Informationszugang ein wesentlicher Bestandteil des Artikels 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Meinungs- und Informationsfreiheit) ist.

Verantwortlich: Sven Müller

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